Das ist kein gutes Argument, denn zeichnet sich die Sprache der Nachrichten ja u.a. dadurch aus, dass hier Schriftsprache gesprochen wird. Deswegen verstehen die Japanischlerner der Gattung »Ich guck nur Anime und les nur Manga« (also sich nur für Nicht-Schriftsprache Interessierende) davon zumeist kaum ein Wort.
zu [2], auch als Substantivierung (→掘り起こし). 用例:「尹氏は選挙戦で、保守層が多い60歳以上や20代男性の支持を集めた。若者への住宅供給や生活支援策、兵役中の給与引き上げなどを掲げ、若い世代の票の掘り起こしを狙った。」
Ist nicht schriftsprachlich. In der Wettervorhersage auch gesprochen häufig, z.B. 夜半にかけて北陸から中部地方に降雪をもたらしそうです。
Bei diesem Eintrag lief irgendwas schief. Die Bedeutung ist ›Unterhalt bestreiten‹ ›Lebensunterhalt verdienen‹. Alternative Lesung けぶりをたてる。
自分にとって損であるか得であるかを天秤にかけて打算的に判断すること Also Gewinn und Verlust für einen selbst. "die Dinge danach beurteilen, wie sehr sie einem selbst nützen"
文学の本質 Grundcharakter der Literatur
Bsp zu [3]: ロシアは、中国と並ぶ独裁国家だ -Russland ist ein totalitärer Staat, der China in nichts nachsteht
Kommt z.B. in der japanischen Übersetzung von Burckhardts »Die Kultur der Renaissance« in Italien vor. Synoyme: 覗きメガネ、覗き絡繰
›Verehrung jemandes Tugend‹ ist problematisch. Nicht nur weil 徳 streng genommen bekanntlich nicht Tugend, sondern eher eine Art Kraft und Kompetenz oder gar eine Art kosmisches Prinzip ist, sondern weil es als Übersetzung einfach total unnatürlich klingt. Wie wäre es stattdessen mit ›Hochachtung‹?
鑽仰/賛仰/×讃仰
[2] attribuieren
Klammertext wohl nicht richtig
– wohl aufgrund einer Überpsychologisierung – jedoch, dass nicht jeder, der das Phantastische zum Funkeln bringt, dies für sich selbst tut. Es soll auch Diener des Phantastischen geben, die einfach von der Freude des Funkelns berichten und für sie einstehen wollen.
「衒う」heißt ja u.a. ›funkeln‹ und auch ›verkaufen‹. Und 奇 (wie noch in Begriffen wie 奇才 oder 奇童 ersichtlich) meint nicht nur Exzentrik oder Seltsames, sondern ist, gerade in älteren Texten, dem Begriff ›exzellent‹ im Sinne von ›herausragend‹ verwandt. Etwas ist so besonders und selten, dass es phantastisch erscheint. Als Vorwurf fomuliert heißt 「奇を衒う」 dann, dass jemand betrügt, da er das Funkeln des Phantastischen mobilisiert, um sich selbst zu verkaufen. Mitunter verkennt dieser Vorwurf
Weblio わざと変わった事をして、他人の注意をひきつけようとする "sich absichtlich auffällig verhalten" - hat mit der aktuellen Übersetzung nur am Rande etwas zu tun
Alias
[4] sich mit tastenden Bewegungen durch unwegsames Gelände schlagen (歩きにくい道や知らない道を確かめながら苦労して行く。迷いながら手探りで進む。) [5] eine Wendung nehmen; erleiden (eines Schicksals/Ereignisses)
[1] auch umgangssprachlich ›Kopf‹. 火皿 ist anders als 雁首, dessen Referenz zwar nicht komplett auf die Pfeifenköpfe von 煙管s beschränkt ist, doch stark an sie gebunden erscheint, auf alle Arten von Pfeifen inklusive Bongs (ボング、水パイプ) anwendbar.
Kaliumiodid
Anschluss Shūshikei?
zu problematisieren.) Im Deutschen wäre eine dieser Bewegung entsprechende Form meiner Einschätzung nach eher ›und dann wagt [der Bastard] auch noch…‹ ›und dann erdreistet sich [der Typ] auch noch…‹. ›und dann maßt der sich tatsächlich an einfach …‹. Das hätte den Vorteil, dass die idiomatische Gestalt, die so leider auch nicht gerettet werden kann, wie es wünschenswert wäre, zumindest nicht einfach zu einem Adjektiv wird.
›dreist‹ legitime Interpretationen sind, scheint mir darin begründet zu sein, dass hierin der Vorwurf manifest wird, dass jemand etwas erhobenen Hauptes tut, obwohl er dazu eigentlich gar nicht das Recht haben sollte. So sieht es zumindest der, der hier eine Frechheit anklagt (und dabei ggf. seinerseits frech ist, wenn er sich z.B. anmaßt, anderen vorschreiben zu wollen, wie sie sich zu verhalten haben, ohne die über ›richtig‹ und ›falsch‹ entscheidenden Normen, die seinem Urteil zugrunde liegen, selbst
Auf 小納言 finden sich eine Menge beispiele, die Pluies These stützen. (Ein Beispiel: やつらは真実を歪めて大手を振って歩いている。そんなやつらのために、戦場で犬死にするのなんかまっぴらだ。) Dennoch würde ich anmerken wollen, dass mir eigentlich die Übersetzung ›erhobenen Hauptes‹ für 「大手を振って」am passendsten erscheint. Gegenüber Triumph und Stolz bestünde der Vorzug darin, dass man dann eine gestische Figur mit einer gestischen Figur übersetzen würde – und damit die Offenheit, wie diese Figur interpretiert werden kann, wahren könnte. Dass auch ›frech‹ und
発射台付き車両
だれにも遠慮せずに堂々と行動するさま。geht in Richtung "frech", "kackdreist"
Aufrichten
zu [3] gleichkommen; ebenbürtig sein
ばえる dann aber meist als バエる。Wohl Effekt einer Loslösung und Verselbständigung des ばえs von インスタ映え und/oder SNS映え。Weniger im Sinne eines neutralen eignens (was potentiell vielfach bestimmbar wäre), sondern das enge Korsett der normativen SNS-Ästhetik widerspiegelnd (und reproduzierend): also eignend, weil ›geil‹, ›vorteilhaft‹,›cool‹, ›ästhetisch‹, ›attraktiv‹ aussehend.
Pluies Bemerkung zu [2] möchte ich mich anschließen und den Vorschlag ›Umgang‹ ergänzen. Die Wertung erfolgt durch 「の良い」「の悪い」, ist damit nicht im Begriff selbst enthalten und daher ist eine Übersetzung, die, wie ›Umgänglichkeit‹, das 「の良い」impliziert, irreführend.
›Mundgefühl‹ weist ja bereits daraufhin, dass hier eben nicht gustatorische Empfindungen fokussiert werden sollen, es also streng genommen nicht um den Geschmack, sondern stattdessen um die den Fress-, Lutsch-, Schlabber- oder Saufakt begleitenden taktilen Empfindungen geht. Dass dieses dann wiederum auch metaphorisch für einen guten Geschmack stehen können ist eine zusätzliche Interpretation, die man herstellen kann, aber nicht muss. 口当たりがいい kann übrigens auch einfach heißen, dass etwas ›gut runter geht‹.
In der Lesung ばえる seit einigen Jahren auch im Sinne von "sich zum Posten auf Instagram eignen"
Kotobank 1 飲食物などを口に入れた時の感じ。also auch ganz allgemein "Mundgefühl" 2 外から見た物腰や感じ。応対のしかたやものの言い方。「口当たりのいい人」klingt für mich allgemein nach "Verhalten" "Auftreten", sagt aber noch nichts über die Qualität aus, wie es die aktuelle Übersetzung für mein Gefühl tut ("Umgänglichkeit" ist für mich eindeutig positiv)
MiLoG
Es muss Empfang heißen.
austricksen wollte, indem er die von B bisher übersehene Rückseite seines eigenen Tricks hervorkehrt und ihn so überwältigt. 裏をかく ist nicht bloß irgendein Trick, sondern immer eine inversive Operation. Gelegentlich eine Art Dekonstruktion, ein Gegen-Wenden gegen die ursprünglichen Absichten. Insofern dann eigentlich eine Art Hacken des ursprünglichen Codes.
›austricksen‹,›überlisten‹ etc. meint ohne Umweg, was als Resultat eines Prozesses entsteht. Allerdings lässt sich 裏をかく (auch 裏をくわす) nicht auf das Resultat reduzieren, denn handelt es sich um eine Figur, die nachvollzogen werden will, da der Umweg, den die Figur geht, zur Bedeutung FÜHRT und somit diese Bedeutung selbst ist. A spielt plötzlich die Rückseite gegenüber B aus, der bisher dachte, er würde auf die Vorderseite reagieren müssen, womit B ausgetrickst wird. Oder A wendet den Trick, mit dem B A
auch der Begriff 道。
Kampfsport und Kampfkunst wird – insbesondere in der Szene – oft streng differenziert. 格闘技 und 武道 böte sich für diese Differenz im Japanischen an. Kampfsport läge danach seinen Fokus auf etwa Kräftemessen und Drauhauen, körperliches Verausgaben (Kickboxen etc.), Kampfkunst hingegen, wie auch Funakoshi Gichins berühmter Kalligraphie zu entnehmen ist, auf ein 人格完成. Bei der Kampfkunst werden Fortschritt in der Ausübung der Techniken und Fortschritt im Geiste des Ausübenden als Korrelate aufgefasst, das meint
Wie wärs mit einer Redewendung, z.B. "Hansdampf in allen Gassen"?
Klammer verrutscht, statt Wertung vielleicht "Essaysammlung"