Bring doch bitte mal einen Gegenbeweis: gibt es einen Wörterbucheintrag oder ein Google-Suchergebnis, das gegen diese Interpretation sprechen würde?


"Transsexueller m" sollte zu "Transsexuelle f" korrigiert werden.


"weiblich wirkender, früherer Mann nach einer Geschlechtsumwandlung" ist falsch, schlecht und diskriminierend und sollte daher gestrichen werden. Das war, denke ich, mit "schrecklich und fehlleitend" gemeint.


Das daraus abzuleiten ist m.E. ein Kurzschluss.


Sollte nicht "... o kómuru" gelesen werden?


"Typ" (hier im Sinne von männlicher Person) kann auch schwach dekliniert werden, muss aber nicht. Abgesehen davon, ist es nicht so, dass die schwache Deklination normativ "korrekter" wäre.


Müsste es der deutschen Grammatik nach nicht "TypEN" heißen? Oder kann man das als umgangssprachlich so gelten lassen?


schädigen


"jugendschädigender Film" "vergiften" für 害する ist zwar nicht falsch (vgl. "für jmdn. Gift sein"), scheint mir persönlich etwas übertrieben: "sich schädlich auswirken" oder "schaden; schädigen; beeinträchtigen" finde ich hier passender.


Den Wörterbüchern nach ist das ein umgangssprachlicher Begriff aus dem Unterhaltungs- und Gaststättengewerbe, in dem Aspekte der Geschlechts- oder Genderidentität wohl eher kaum Berücksichtigung gefunden haben dürften. "Schrecklich und fehlleitend" ist, wenn man so möchte, eben auch der japanische Begriff.


gleichzeitig mit ...


mühevolles, aber unrentables Geschäft undankbarer Job


auch: "undankbar" (aufzuwendende Mühe, Kosten o. Ä. nicht rechtfertigend, nicht befriedigend; nicht lohnend) "unrentabel" (s. 因果な商売),


"transgender Frau" ist als Deutsch kritisch, "Transgender-Frau" ebenso. Die derzeitige Beschreibung dürfte aber insbesondere für die Betroffenen problematisch sein, da sie sich trotz eines männlichen Körpers weiblich fühlen. "transidente Frau nach einer geschlechtsangleichenden Operation"


Müsste viel eher "trans(*) Frau/transgender Frau/transidente Frau, die geschlechtsangleichende Operation hatte" heißen. Die bisherige Fromulierung ist wirklich schrecklich und fehlleitend.


Schreibfehler entwicklung statt Entwicklung


Mag sein, aber wenn man sich an die japanische Grammatik hält, dann ist das hier "Kind mit Potenzial"


Englisch "rotten business"


Es hängt mit den Bedeutungsvarianten von 一緒 zusammen: 1 一つにまとめること。ひとまとめ。「荷物を一緒にする」「人の分も一緒に扱う」2 区別のないこと。同一。「一緒の着物」「意見が一緒になる」3 ともに同じことをすること。「一緒に遊ぶ」5 同時に行われること。「一緒に買った物」「着いたのは一緒だ」


"Kind mit Potenzial" o.Ä. ginge auch, aber diese Konstruktion ist viel weniger anzutreffen, als z.B. "Potenzial eines Kindes"


Woher kommen denn {1}, {3} und {4}? {2} ist korrekt, die anderen (besonders "nur mit to wäre ja "etwas mit jmd gemeinsam tun") sind falsch.


"peinlich berührend, da fehl am Platz" Kontextlos ist das natürlich schwierig zu beurteilen. Bei meiner Recherche habe ich irgendwo 露骨過ぎて痛い gefunden; den dazugehörigen Text habe ich aber nicht gelesen.


痛いギャグ dürfte ein Standardbeispiel dafür sein (vgl. 明鏡, 三省堂国語辞典).


Wir brauchen hier Beispiele wie 得意気な態度が痛い (prädikativ) oder 痛い態度 (attributiv).


Danke, das ist aber aus mehreren Gründen nicht das, was wir bräuchten; außerdem fehlt bei 痛車 die semantische Komponente さも得意そうな言動がひどく場違いで、さも得意そうな言動がひどく場違いで ganz.


Nicht konkret für itai, aber es gibt ja das 痛車(いたしゃ), mit Anime Figuren bemalte Autos etc. Lt Wikipedia 痛車とは「見ていて痛々しい車」という意味からきた俗語であり. Ähnlich "ita-" Kompositionen gibt's glaube ich noch eine Menge mehr


Hat jemand konkrete Beispiele für 4 俗に、さも得意そうな言動がひどく場違いで、見るに堪えないさま?


Was spricht denn da dagegen, die Bedeutungsvarianten nach den möglichen Lesarten anzugeben: "(X wo) Y to issho ni suru" [1] zusammenbringen [2] zusammenwerfen; in eine Klasse zusammentun; gleich behandeln [3] etw. mit jmdm. usammen tun [4] etw. mit jemdm. gleichzeitig tun Wenn die semantischen Rollen unterschiedlich sind, können die Lesarten zwangsläufig anders sein. Der derzeitige jp. Eintrag steht noch so nackt da, so dass die Spekulationen, welche die wahrscheinlichste Lesart ist, noch verfrüht wäre.


"ohne etwas zu denken" ist sicherlich ein Phantasie-Produkt.


In den Beisielen dieser Art ist die allgemeinere Lesart "zusammenbringen" viel weniger wahrscheinlich als die spezifische Lesart "gleich behandeln, ohne vorhandene Unterschiede zu berücksichtigen", auch wenn diese Lesart als von der allgemeinen Lesart abgeleitet angesehen werden kann.


Ein sehr, sehr willkürliches Beispiel, das mir gerade bei Google über den Weg gesprungen ist (Chiebukuro): 安倍晋三とヒトラーを一緒にする人がいますが、何が似てるの? Die bisherigen Wadoku-Einträge passen hier ganz offensichtlich nicht, "gleichsetzen" hingegen schon. Zu meinem Vorredner: wenn dann "X to X o issho ni suru" - nur mit to wäre ja "etwas mit jmd gemeinsam tun". Insofern sollte der Eintrag hier vielleicht sowieso nochmal überarbeitet werden.


可能性を秘める - das Potenzial haben für ... Bsp. aus NHK-Artikel: 両国の国民に雇用の増加と大きな繁栄をもたらす可能性を秘めている Das Potenzial haben für die Herbeiführung von großem Wohlstand und die Zunahme der Beschäftigung für die Bevölkerung beider Länder. (USA und Vietnam) (s.a. Rikaichan - englische Übersetzung)


Abgesehen von der Frage, wie die einzelnen Ausdrücke konkret aussieht, bleibt hier die eine "Präsupposition" dieselbe, nämlich "X to issho ni suru" "etw. wie etw. anderem/etw. und etw. anderes gleich behandeln" Und das müsste erfasst werden. wörtlich allgemeine Ausdrücke können auch spezifische Bedeutungen haben, ob die spezifischen Ausdrücke ausgeschlossen werden können, kann man ohne kontextuelle Eingrenzungen nicht immer möglich. Das Zeug ist ja auch kein Phraseologismus, bei dem man davon ausgehen könnte, dass bestimmte Lesarten ausgeschlossen werden.


Nein, ich denke nicht, dass 'gleichsetzen' eine Konnotation davon ist. Aber vielleicht hast du ja ein konkretes Beispiel.


Zu 4: nicht nur Sprechblasentext, sondern auch Seitenlayout (s. Wikipedia und meine Vorrednerin (?))


Aber du würdest doch auch sagen, dass die Konnotation "gleichsetzen" in den bisher angebotenen Übersetzungen noch nicht enthalten ist, oder? Die Schublade kann man ja meinetwegen weglassen, aber zumindest ersteres finde ich sollte man noch mit aufnehmen.


Doch es gibt Gründe. Für allgemein gehaltene Ausdrücke sollten allgemein gehaltene Übersetzungen und für spezifischere Ausdrücke spezifischer Überzetzungen angeboten werden. Dass man etwas allgemein formuliertes u.U. auch spezifischer übersetzen kann, sollte jedem klar sein. Ausserdem ist "in die gleiche Schublade stecken" umgangssprachlich und sollte, falls es irgendwo aufgenommen wird, auch als solches gekennzeichnet werden. Wenn aus einer grösseren Bandbreite von spezifischeren Übersetzungsmöglichkeiten nur wenige angeboten werden, kann dies auch auf eine falsche Fährte führen.


Da der jp. Ausdruck selbst allgemein gehalten ist, kann man durchaus auch "spezifischere" Lesarten mit berücksichtigen. 一緒に (unterschiedslos; gleich; gleichzeitig; zusammen usw.) する (tun; behandeln usw.) Da hier kein weiterer Kontext angegeben ist, ist auch die Lesart, die Pluie anspricht, durchaus abgedeckt. Es gibt keinen Grund, solche auszuschließen.


なにほどのことがあろうか。なんでもない。einem nichts ausmachen; nicht der Rede wert sein; nicht ins Gewicht fallen; einen nicht kümmern; nichts Besonderes sein. Ich finde es am praktikabelsten, das "prädikativ" zu behandeln. "adnominal" ist das Ding sicherlich nicht, da nicht attributiv (nannosono X) verwendbar. Satzwertig hieße vielleicht "... was soll das schon bedeuten/heißen!" o.Ä.


Die deutsche Übersetzung kommt mir auch reichlich merkwürdig vor. Kann mir auch grade keinen deutschen Satz vorstellen, in dem das gut klingen würde.