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Japan Foundation, Japan Times und andere Eigennamen  RSS feed
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mkill



Joined: 23/02/2007 15:27:28
Messages: 460
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Momentan zieht sich eine längere Diskussion durch mehrere Lemmata, bei der es um die Frage geht, wie die Namen japanischer Organisationen wiedergegeben werden sollen. Speziell, ob z.B. der im Englischen üblicherweise verwendete Name aufgenommen werden soll, oder eine direkte Transliteration der Katakana.

Ziel ist, einen einheitlichen Standard zu finden.

Beispiele:
ジャパン・ファウンデーション - Org. Japan Foundation f.
http://wadoku.de/entry/view/7349668

ジャパン・タイムズ - Verlagsn. Japan Times; Japan Taimuzu (Tōkyō; ISBN 4-7890-).
http://wadoku.de/entry/view/63370

Warum gibts 苺大福 eigentlich nicht das ganze Jahr über?
Joschl



Joined: 05/10/2008 15:40:36
Messages: 120
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zunächst würde ich gern erfahren, nach welchen Grundsätzen die Eigennamen/Werktitel als Angaben der Lautung neben Hiragana lateinisch transliteriert werden (damit meine ich vor allem die Fragen nach der Getrenntschreibung, der Verwendung von "-" oder "・").

Derzeit scheinen die Großschreibung (auch wortintern) und die konsequente Getrenntschreibung vorherrschend zu sein, wobei auch darin enthaltene gängige Appellativa wie echte Eigennamen unübersetzt gelassen, konsequent getrennt- und großgeschrieben werden.

Dadurch entstehen in unklaren Fällen zwei, wenn Kommata ins Spiel gebracht werden, was bei Werktiteln der Fall ist, noch mehr, mögliche Schreibvarianten: "Keio・daigaku" (analog zu Fransu・mado, Shinagawa・eki) Keio Daigaku.

Und übersetzen wir daigaku/shuppan/jimusho usw. usw, wenn sie Teile der Eigennamen bilden, ins Dt oder lassen wir sie so, wie sie sind? Oder tragen wir die englischen Bezeichnungen, die sich die jeweiligen Organisationen ausgesucht haben? ハンブルク大学 Hanburuku Daigaku (statt Hanburuku・daigaku) ohne "Universität Hamburg"?,

Ich weiß nicht, ob 文化庁 oder sonstige Institutionen hierzu detaillierte (quasi)normative Vorschläge vorgelegt haben. Wenn dies nicht der Fall ist, brauchen wir zumindest innerhalb der Datenbank einheitliche praxistaugliche Vorgaben.
Dan


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Joined: 24/05/2006 16:58:45
Messages: 1245
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Hier ein paar Gedanken dazu, bzw. wie sich das für mich aus der Praxis darstellt.

Zu den Transliterationen (Romaji-Angabe). Diese folgen im Normalfall den Regeln normaler Einträge. Warum dies z. B. für Verlagsnamen anders gehandhabt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Zur Wahrung einer gewissen Konsistenz wird gewohnheitsmäßig diesen impliziten Vorgaben gefolgt.

Also "Keio・daigaku" usw.

Übersetzungen (also Angaben im Deutsch-Feld) sollte man von Fall zu Fall betrachten. Es ist nicht immer sinnvoll, zu übersetzen. Man muss auch unterscheiden, ob es sich um japan. oder andere Entitäten handelt. Deswegen kann man eigentlich nur Empfehlungen geben.
Mögliche Empfehlungen, durchaus in dieser Reihenfolge abzuarbeiten, sind vielleicht:
* existiert eine im Deutschen gebräuchliche Bezeichnung, dann kann man diese angeben.
** das kann man z.B. für Universitäten annehmen -> Keiō-Universität
** bei diesen Mischformen ist für den japanischen Teil der üblichen Transliteration zu folgen.
* existiert eine fremdsprachliche gebräuchliche Bezeichnung, die auch im Deutschen verstanden/verwendet wird, dann kann man diese angeben, ggf. mit einer Angabe der Herkunftssprache. (insbesondere bei internationalen Organisationen der Fall).
* existiert eine fremdsprachliche Selbstbezeichnung japan. Entitäten, kann man diese angeben.
* im Falle japan. Entitäten kann man sich sonst mit einer Transliteration behelfen.
** Worttrennungen sind hier historisch mit Nakaten (oder genauer MIDDLE DOT (U+00B7)) markiert, das wohl praxistauglichere "-" wird toleriert.
* ansonsten sollte man aus Konsistenzgründen der Form der Mehrzahl der bestehenden Einträge folgen.

"kann" heißt hier, dass es überwiegend im freien Ermessen liegt, dann nicht immer lassen sich klare Entscheidungen treffen. Das heißt ja auch nicht, dass es später nicht noch geändert werden kann. Es heißt aber auch, dass es kein Muss ist, wie vielleicht einige Nutzer das gerne sehen würden.

"sollte" ist dem gegenüber schon eine strengere Handlungsempfehlung, und bedarf schon einer soliden Begründung.


無知の知
Joschl



Joined: 05/10/2008 15:40:36
Messages: 120
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Vielen Dank für die Rückmeldung!

Was wird aus "XY Shuppen/XZ-shuppen/Dingsbums Intānashonaru/ XY Taimuzu" & Co. im Feld für die dt. Übersetzung?
Soll diese Art von Notationen bei Namen mit angegeben werden neben der lateinischen Transliteration XY・shuppan usw.?
Mir persönlich ist es wie gesagt wurscht; wenn ihr Editoren es so haben wollt, dann gebe ich sie mit an.
 
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