N.
schriftspr. scharfer Angriff m m; Brennpunkt m m des Angriffs; heftiger Anstoß m m.

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N.
schriftspr. scharfer Angriff m m; Brennpunkt m m des Angriffs; heftiger Anstoß m m.
Kommentare

wörtlich ›scharfe Speer- bzw. Spießspitze‹. Davon abgeleitet dann ein scharfer Angriff selbst, eine heftige Attacke. Dies wiederum v.a. mit Worten und Schreibwerkzeug (man denke hier auch an Begriffe wie 詞鋒 und 筆鋒): also scharfe Worte, verbale Spitzen, eine scharfe Zunge, eine Verbalattacke, eine spitze/scharfe Feder. Jedoch nicht nur der konrekte Angriff selbst, sondern auch allgemeiner das Angreifen selbst. (鋭く人を責め立てること。また、その勢い。) Also auch Polemik, verbaler Kampfgeist, Neigung zum Überspitzen oder


der scharfen Zuspitzung.


Virtuose 鋭鋒-Kunst kennt man in der BRD ja sehr gut in Form eines dialektischen Gewitters aus adornitischen Spitzen. Das letzte Buch, das Adorno selbst abschloss, trägt bekanntlich den Titel »Stichworte«. Er scheibt dazu u.a.: »Die Assoziation mit Polemik, die der Titel mit sich führt, ist dem Autor willkommen.« In diesem Sinne wäre auch ›Stichwort‹ eine legitime Übersetzung für 鋭鋒。


Nicht Neigung zum Überspitzen, sondern einfach Überspitzung, Zuspitzung.


Das Wadokudaijiten hat auch einen lesenswerten Eintrag dazu, jedoch finden sich darin auch Ungenauigkeiten bzw. subjektive Zuspitzungen. Bspw. ist da auch von ›Sitchelei‹ und ›Gemeinheit‹ die Rede. Wer in einer (mitunter aggressiv auftretenden) Zuspitzung Stichelei oder Gemeinheit ausmacht, insinuiert damit zugleich ein niederes Motiv. Das ist jedoch eine Interpretation, die 鋭鋒 selbst nicht stützt, denn ist hier nur vom Angriff, seinen Mitteln (v.a. Wort und Pinsel) und seiner 勢い die Rede, nicht von seinen


Motiven. Wie bspw. Adornos Spitzen zu entnehmen ist, können die Spitzen selbst gerade auch auf das Einfordern eines hohen ethischen Anspruchs zurückzuführen sein – also alles andere als Sticheleien oder Gemeinheiten.


ohne -ung. Einfach Zuspitzen bzw. Überspitzen. -ung wäre 先鋭化.