auch metaphorisch:「日本の文学が、今日そういう足の萎えた状態にあることは、まったく日本の明治文化の本質の照りかえしである。」ー宮本百合子
JPP (13.03.2022)
›Reflektion‹ entspricht – entgegen der weiten Verbreitung – nicht der orthographischen Norm; nach dieser müsste es ›Reflexion‹ heißen. Die allgemeine Sprachverwendung scheint zuweilen eine Differenzierung der Art vorzunehmen, dass Reflektion auf physische Vorgänge und Reflexion auf mentale Vorgänge verweist. Die Orthographie ist da aber noch nicht angekommen, wenn Wadoku also nicht avantgardistisch sein möchte (ich persönlich fände das eigentlich toll und berechtigt), müsste es sich hier korrigieren.
anonymous (11.04.2022)
[2] Scheinen (in der Hegelübersetzung)
anonymous (11.04.2022)
Der Beispielsatz belegt ja, dass der Begriff auch übertragen verwendet wird. »Dass die japanische Literatur heute in einem so angeschlagenem Zustand ist, ist tatsächlich der Reflex des Wesens der Meji-Kultur Japans.« (宮本百合子) Reflex, Widerschein, Ausdruck etc. müsste man also noch ergänzen, denn ist keiner der bisher aufgeführten Übersetzungsvorschläge für die Übersetzung von Miyamots Satz zu gebrauchen und der Eintrag in seiner gegenwärtigen Form daher als unvollständig zu bewerten.
JPP (12.04.2022)
›Ausdruck‹ ist tatsächlich gar nicht so weit weg vom Begriff, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Siehe DWDS: 「Widerspiegelung eines inneren Vorganges, Zustandes」. Genau das meint 照り返し in Miyamotos Satz ja, besser könnte man es gar nicht formulieren. ›Widerspiegelung‹ ist statt ›Widerschein‹ auch ein besserer Kandidat für die Liste der unter {übertragen} einzuordnenden Vorschläge.
Kommentare