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  • Relational-Topisches Hybrid Modell
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Ein rein relationales oder topisches Systemmodell reicht nicht aus, um die Welt, in der wir leben, zu beschreiben.
Daher besteht die Notwendigkeit ein Hybrid-Modell zu finden, dass relationale und topische (henadische) Modelle integriert.

Zitate: Görnitz (Der Kreative Kosmos)

Ist eine strenge, durchgängig henadische Weltbeschreibung möglich?
Eine strenge, alles umfassende henadische Beschreibung kann es sicherlich dort nicht geben, wo Menschen leben - dennoch wird aber genau dies von der mathematischen Struktur der Quantentheorie gefordert. Daher kann sie nicht in aller Strenge und allein gültig sein.
Über solche eher philosophische Überlegungen hinaus zeigt sich ein weiterer wichtiger Aspekt in der Struktur der Quantentheorie:
Eine alleinige Geltung der Quantentheorie ohne die gleichzeitige Mit-Gültigkeit der klassischen Physik ist für uns Menschen nicht möglich.
Aus der mathematischen Struktur der Quantentheorie folgt, dass reine Quanteninformation lediglich weitertransportiert, nicht aber vervielfältigt werden kann. Für eine Vervielfältigung wird ein klassisches System benötigt, mit dem Quanteninformation in klassische Information umgewandelt werden kann. Diese kann dann vervielfacht werden. Ein solches klassisches System wird auf jeden Fall mit dem Körper eines Lebewesens bereitgestellt. Bei Lebewesen mit einer solchen umfangreichen Bewusstseinsstruktur wie dem Menschen darf man annehmen, dass auch bereits Teile des Bewusstseins selbst als klassisch verstanden werden dürfen. In diesem Fall kann man über die Reflexion von Bewusstseinsinhalten nachdenken, ohne sich auf deren Träger beziehen zu müssen. Allerdings ist es aus physikalischen Gründen notwendig, dass für solche räumlich und zeitlich lokalisierte Information ein energetisch oder materieller Träger vorhanden sein muss.
Kommunikation ist von zentraler Bedeutung für alle Bereiche der menschlichen Gesellschaft, nicht nur für die Wissenschaft. Ohne Austausch von Information ist nicht einmal eine beliebige Tierpopulation vorstellbar, geschweige denn menschliche Gesellschaft, die uns hier vor allem interessieren soll. Kommunikation bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur ein bloßes Weiterreichen von Information, sondern eine Vervielfältigung derselben. Eine Vervielfältigung beliebiger Quanteninformation wird aber von der mathematischen Struktur der Quantentheorie verhindert: Sie verbietet das "Clonieren" - das Vervielfältigen von allgemeiner Quanteninformation.
(Görnitz 2007, 102)

Das gegenseitige Bedingen und Auseinander-Hervorgehen bezeichnen wir als die Schichtenstruktur von klassische Physik und Quantenphysik. (Görnitz 105)

Die beiden komplementären Beschreibungen der Welt:

  • Klassisch: Zerlegen der Welt in Teile, diese Objekte sind das Wesentliche, die Beziehungen sind eher unwesentlich und werden lediglich in Form von Kräften berücksichtigt, welche die Objekte selbst in ihrer Identität nicht beeinträchtigen.
  • Quantisch: Die Beziehungen, die zwischen den möglichen Teilen eines Systems bestehen, sind wesentlich. Erst durch die Beziehungen werden die Teile aus dem Ganzen herausgelöst und damit erzeugt und verändert.
    (Görnitz, PDF, S. 23)
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