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"Unsere Sache ist es ..." von Schiller  RSS feed
Forum Index » Japanisch-Deutsche Übersetzungen
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may



Joined: 11/01/2012 07:00:08
Messages: 34
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Hallo an Alle,

weißt jemand, ob es für das Zitat von Schiller eine japanische Übersetzung überhaupt gibt?

"Unsere Sache ist es, den Funken des Lichts festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt."

Oder aus welcher Schriften das stammt? (Damit ich zumindest selber recherchieren kann, ob das entsprechende Buch auch im Japanischen vorhanden ist).

Vielen Dank im Voraus!

........
みなさま

どなたか、シラーの以下の文章の日本語訳が存在するか否かご存知の方はいますか?

"Unsere Sache ist es, den Funken des Lichts festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt."

もしくはこの言葉の出展が分かれば、その著作が日本語に訳されているかどうか
調べてみたいと思います。
よろしくお願い致します。


may
Dan


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Joined: 24/05/2006 16:58:45
Messages: 1268
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Eine kleine Suche bei Google Books liefert vielmehr "Martin Deutinger" als Urheber. In diesem Buch auf Seite 13f. findet sich der folgende Satz.
Wo es dem menschlichen Geiste gelingt, den Funken des Lichtes festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt, und diesen Geistesblick in Worte zu fassen, da ist Poesie.


Eine japanische Übersetzung ist mir nicht bekannt.

無知の知
may



Joined: 11/01/2012 07:00:08
Messages: 34
Offline

Akemashite omedetou! Und vielen herzlichen Dank für die Antwort, Dan!

Ja, scheinbar gibt es keine japanische Übersetzung für diesen Satz.
Ich wusste auch nicht, dass das eigentlich aus einem anderen stammt...

Danke nochmal für die nützliche Information!

may
Niremori



Joined: 31/05/2006 14:32:12
Messages: 549
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Dan wrote:Eine kleine Suche bei Google Books liefert vielmehr "Martin Deutinger" als Urheber. In diesem Buch auf Seite 13f. findet sich der folgende Satz.
Wo es dem menschlichen Geiste gelingt, den Funken des Lichtes festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt, und diesen Geistesblick in Worte zu fassen, da ist Poesie.


Eine japanische Übersetzung ist mir nicht bekannt.



Nichts gegen eine "kleine" Suche bei Google, aber ....

Das erfragte Zitat war: "Unsere Sache ist es, den Funken des Lichts festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt."
Es wird Friedrich Schiller zugeschrieben, der von 1759 bis 1805 gelebt hat.

Das von dir gefundene Zitat ist: "Wo es dem menschlichen Geiste gelingt, den Funken des Lichtes festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt, und diesen Geistesblick in Worte zu fassen, da ist Poesie."
Es stammt aus einem Buch (Ueber das Verhältniß der Poesie zur Religion) von Martin Deutinger (1815-1864), das 1861 erschienen ist.
Deutinger ist offenbar ein guter Kenner von Schiller, Goethe und anderen Schriftstellern.

Es gibt nun zwei Moeglichkeiten:

1) Jemand hat den Satz von Deutinger gekuerzt und ihn dann als Zitat von Friederich Schiller ausgegeben, worauf er als gefluegeltes Wort von Schiller in die Literatur einging.

2) Deutinger hat den kurzen Satz bei Schiller gelesen, ihn etwas ausgebaut und dann ohne Quellenangabe in seiner Vorlesung verwendet.

Das muesste bedacht werden, bevor man aus einer kleinen Suche bei Google schlussfolgert, dass "vielmehr Martin Deutinger <..> Urheber" ist.

Grundsaetzlich ist beides moeglich, doch mir scheint es einfacher zu erklaeren, weshalb aus einem kurzen Satz ein etwas laengerer wurde, als zu erklaeren, weshalb der laengere Satz auf diese Weise verkuerzt wurde. Der Vorteil dabei ist, dass die zeitliche Abfolge stimmt und man ohne die Hypothese, dass die verkuerzte Variante dann rueckwirkend Schiller untergejubelt wurde, auskommt.

Allerdings hatte ich noch keine Zeit in der Gesamtausgabe der Werke Schillers nachzuschauen.

niremori
Dan


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Joined: 24/05/2006 16:58:45
Messages: 1268
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Danke Niremori für deinen Einwand, ähnliches ging mir auch durch den Kopf. Ich bin da eher pragmatisch herangegangen, also mit dem was ich mit meinen bescheidenen Mitteln belegen konnte. Es ging mir mit dem Hinweis auch eher darum die Suche nach einer japanischen Übersetzung, um eine weitere Suchrichtung zu ergänzen. Zumal sich so leicht keine Quelle von Schiller finden lässt.

Ich habe eben noch dieses Zitat gefunden, welches Deutinger diesen Ausspruch in der von may zitierten Form zuschreibt.

Falls sich aber doch ein Hinweis auf Schiller als Urheber findet, wäre das sicherlich interessant zu wissen.

無知の知
Niremori



Joined: 31/05/2006 14:32:12
Messages: 549
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Dan wrote:Danke Niremori für deinen Einwand, ähnliches ging mir auch durch den Kopf. Ich bin da eher pragmatisch herangegangen, also mit dem was ich mit meinen bescheidenen Mitteln belegen konnte. Es ging mir mit dem Hinweis auch eher darum die Suche nach einer japanischen Übersetzung, um eine weitere Suchrichtung zu ergänzen. Zumal sich so leicht keine Quelle von Schiller finden lässt.

Ich habe eben noch dieses Zitat gefunden, welches Deutinger diesen Ausspruch in der von may zitierten Form zuschreibt.

Falls sich aber doch ein Hinweis auf Schiller als Urheber findet, wäre das sicherlich interessant zu wissen.


Interessant ist, dass das von dir gefundene Zitat (s.u.) mit einem "denn" beginnt. Dies erfordert dann einen Punkt nach "berührt". Danach beginnt ein neuer Satz. Nicht nur der Beginn sondern auch der Duktus ist anders, als im ebenfalls von dir gefundenen ersten Zitat von Martin Deutinger (1861). Leider wird bei Google nicht angezeigt, ob dieses Zitat belegt ist, oder ob Fleischhack etwas grosszuegig mit ihrer Quelle umgeht. Vielleicht hat sie das Zitat auch aus einer anderen Quelle uebernommen, was nach heutigen Standards eigentlich auch in den Fussnoten erwaehnt werden sollte. Auffaellig ist, dass sie "Lichts" und nicht wie im Original "Lichtes" schreibt. "Licht" steht auch im erfragten Zitat, das Schiller zugeschrieben wird.

„Denn unsere Sache ist es" , so fordert der Philosoph Martin Deutinger, „den Funken des Lichts festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt. Diesen Geistesblick in Worte zu fassen, das ist Poesie. (Marianne Fleischhack - 1954)

Das bringt uns aber einer Loesung der Frage nach dem Urheber nicht weiter.

niremori

 
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